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Legalize! Street Rave gegen den Krieg gegen Drogen |
27. MAI 2000: 4. LEGALIZE! DEMONSTRATION
AMSTERDAM (29. Febr.) - Nach vorhergehenden Protestaktionen, in 1997
während des Eurotop, mit 2000 Teilnehmer/innen, in 1998, während der
UN Drogenkonferenz in New York, bei der nach Schätzungen der Polizei
8000 Menschen teilnahmen und am 5. Juni 1999, als es trotz des
Verbotes durch die Gemeinde Amsterdam 4000 Teilnehmer/innen kamen, ist
Legalize! wieder mit der Organisation des vierten Street Rave, der am
27. Mai in Amsterdam stattfindet, beschäftigt.
Der Legalize! Street Rave gegen den War on Drugs ist Teil einer
wachsenden internationalen Bewegung von Menschen, die meinen, dass es
höchste Zeit ist für eine andere Drogenpolitik. Am 6. Mai findet zum
Beispiel der Millennium Marihuana March in dutzenden von Orten auf
der Welt statt.
Das die heutige, auf einen willkürlichen Unterschied zwischen legalen
und verbotenen Mittel basierende Drogenpolitik der Gesellschaft
grossen Schaden zufügt, wird in den letzten Jahren immer deutlicher.
In Schlagworten wie Verbrechen, ökonomischer und finanzieller Schaden,
durch den Einsatz gesellschaftlicher Hilfsmittel wie richterliche
Macht, wie auch in Begriffen wie soziales und persönliches Elend, ist
die Drogenrepression zu einem grenzüberschreitenden Fiasko ausgeartet.
In den USA und in Europa sitzen hunderttausende von Menschen wegen
Drogensachen im Gefängnis; in unserem eigenen Land rund sechstausend.
Allein in den Vereinigten Staaten wird jede halbe Minute jemand im
Zusammenhang mit Cannabis verhaftet.
Europa - und die Niederlande - verhaften und verfolgen kräftig mit.
Die Hälfte aller Strafsachen sind Drogensachen und die Hälfte aller
Gefangenen in allen Gefängnissen sind Drogengefangene. Das die ganze
Repression entgegengesetzt wirkt, wird stets deutlicher sichtbar.
Viele Länder, nicht nur in der Dritten Welt, leiden unter
Drogenkorruption und manche sind sogar mehr oder weniger abhängig von
einer illegalen Drogenökonomie. Auch die Gesellschaften auf Curacao
und Suriname werden in zunehmenden Masse durch illegalen Handel und
Korruption zerrüttet.
Im Mai 1999 wurden für eine Milliarde Gulden in Rotterdam Drogen
sichergestellt und Polizeifunktionäre geben zu, dass solche
Rekordfänge nur die Spitze des Eisberges sind. Die Situation ist
dermassen ausser Kontrolle geraten, dass heute ein signifikanter Teil
des internationalen Handels (acht Prozent, laut den Vereinten
Nationen) aus illegalen Drogenhandel besteht.
Eine Drogenpolitik, die solche Fakten erzeugt, muss für gescheitert
erklärt werden. Im Juni kommen die Regierungsführer/innen der
Europäischen Union in Lissabon zusammen, um Absprachen für eine neue
Phase des War on Drugs zu machen. Die radikale, schädliche Utopie
einer 'drogenfreien Welt' hat in Europa noch viele Anhänger/innen. Die
EU läuft Gefahr, sich weiter von der Wirklichkeit zu entfernen und von
einer Praktik, die in vielen Ländern langsam in Richtung Reform geht.
"Während die Bürger sich unsicher fühlen, gehen Gebraucher/innen, von
aus willkürlichen Gründen für illegal erklärten Mitteln,
unverhältnismässige gesellschaftliche, juristische und gesundheitliche
Risiken ein. Für alle, die im Bilde sind über das Elend, welches der
War on Drugs verursacht, ist klar, was notwendig ist: Nicht härtere
Repression und eine Eskalation des War on Drugs, sondern eine
Reformpolitik, die auf Begrenzung der Schäden gerichtet ist.", sagt
Paul van Velsen, Vorstandsglied von Legalize! Und einer der
Organisatoren des Street Rave. "An Stelle davon, macht die
niederländische Justiz unverdrossen weiter mit unterdrücken, verjagen,
verhaften und verfolgen. Glücklicherweise sehen immer mehr Menschen
ein, dass das Drogenverbot ein fataler Irrtum gewesen ist. Jetzt
sollten auch die Politiker/innen, in den Niederlanden und in Europa,
endlich dem Mut haben, dem ins Auge zu schauen.
Legalize! Kämpft, zusammen mit vielen anderen Organisationen, für eine
auf gesundem Menschenverstand basierende Drogenpolitik. Kämpft mit
uns, indem ihr am 27. Mai am Street Rave in Amsterdam teilnehmt.
Haltet euch auf dem Laufenden über unserer Web-Site.
Mehr Information: Tel.: 06-29248877
27. MAI 2000: 4. LEGALIZE! DEMONSTRATION
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mehr mmm'2000 (Millennium Marijuana March) action:
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